Betonfertigteilindustrie verzeichnet leichte Zuwächse – Baden-Württemberg

SPERRFRIST: 10. März 2026, 16.00 Uhr

Betonfertigteilindustrie verzeichnet leichte Zuwächse
Umsatz in Baden-Württemberg stieg 2025 um 2 Prozent

Die Hersteller vorgefertigter Betonbauteile in Baden-Württemberg konnten erstmals nach zwei Jahren wieder Zuwächse verzeichnen. Laut amtlicher Statistik erzielten sie im Jahr 2025 einen Branchenumsatz von rund 1 Mrd. Euro und damit einen Zuwachs um 2 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet der Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg e. V. (FBF), Ostfildern, mit einer Stagnation.

Moderater Wirtschaftsbau, geschwächter Wohnungsbau

Die positive Entwicklung in der Industrie ist unter anderem den Zuwächsen bei der Herstellung von Produkten für den Straßen-, Garten- und Landschaftsbau sowie von Betonrohren zu verdanken. Dies bestätigt auch ein Blick auf die einzelnen Produktsparten in der amtlichen Statistik. Bei vorgefertigten Betonerzeugnissen wie Pflastersteinen und Gehwegplatten stieg der Umsatz um 5 Prozent, die Menge moderat um 2 Prozent. Die Hersteller von Beton- und Stahlbetonrohren verzeichneten Produktionszuwächse um 9 Prozent, ihr Umsatz stieg um 7 Prozent. Sie profitierten insbesondere von den Investitionen der öffentlichen Hand für die Infrastruktur. Auch die Hersteller von konstruktiven Fertigteilen wie z. B. Balken, Stützen, Trägern, die im Wirtschaftsbau eingesetzt werden, leisteten ihren Beitrag. Ihr Umsatz wuchs um 4 Prozent, die Produktionsmenge stieg um 8 Prozent.

Bei den Herstellern von Betonbauteilen für den Wohnungsbau sieht das Bild anders aus. Der Umsatz von großformatigen Deckentafeln ging im vergangenen Jahr um 3 Prozent zurück, die Menge sogar um -13 Prozent. Bei großformatigen Wandtafeln zeichnet sich ein ähnliches Bild: Produktionsrückgang um 7 Prozent, Umsatzeinbußen – 3 Prozent.

Stagnation im Jahr 2026

„Die wirtschaftlichen Aussichten für die Betonfertigteilindustrie sind weiterhin schwierig. Die Auftragseingänge und Baugenehmigungen bleibt erneut hinter den Erwartungen zurück,“ so Dr. Ulrich Lotz, Geschäftsführer des FBF.
Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einer Stagnation – verbunden mit der Hoffnung, dass der dringend benötigte Impuls für den Wohnungsbau den Markt mittelfristig wieder beleben wird. Zentrale Forderungen hierfür seitens des FBF ist die Senkung der Grunderwerbssteuer, die Erhöhung der Wohnraumförderung, insbesondere des sozialen Wohnungsbaus, sowie bessere Abschreibungsmöglichkeiten im Mietwohnbau.
Die Pressemitteilung finden Sie unter www.betontage.de